Obdachlose in den Stadtbibliotheken

BüchereischildIn Deutschland ist die Kluft zwischen Arm und Reich sehr stark. Viele Menschen sind gar obdachlos, sodass sie sich in der kalten Jahreszeit einen warmen Aufenthaltsraum suchen. Viele von diesen Menschen zieht es in die Stadtbibliotheken, da die Türen für die Allgemeinheit weit offen stehen. Sie nutzen den Tag, damit sie nicht im Kalten draußen verweilen müssen oder wenn es regnet. Nachts haben sie ggf. einen Platz in einem der Obdachlosenheime, aber am Tag können sie da nicht unterkommen. Da die Stadtbibliotheken allen Menschen den Zutritt erlauben, egal, ob ein Nutzerausweis vorhanden ist, oder nicht, auf den ersten Blick gar keine schlechte Idee. Auf den zweiten Blick mag es die Kunden der Bibliotheken aber stören.

Wie sollte sich gegenüber einem Obdachlosen in den Bibliotheken verhalten werden?

ObdachloserZuerst einmal sollte jeder, der in der Bibliothek einen Obdachlosen trifft, bedenken, dass dieser sicher nicht freiwillig in seiner jetzigen Situation ist. Viele sind einfach so in die jetzige Lage hereingerutscht und sehen keinen anderen Ausweg um sich helfen zu können. Sie gehen also eigentlich nicht freiwillig in eine Bibliothek, sondern ist es vielleicht ihre einzige Möglichkeit zum Überleben.
Dennoch mag es vielen Kunden ein Graus sein, sich in den Bibliotheken aufzuhalten, wenn sich dort auch Obdachlose aufhalten. Das Aussehen alleine stört schon einige Menschen, der Geruch, der bei den Obdachlosen oftmals nicht angenehm ist, stört noch mehr Menschen. Vielleicht sollte erst einmal ein wenig Abstand zu dem Obdachlosen gehalten werden, damit diese nicht mehr als störend wahrgenommen werden. Wenn die Zahl der Obdachlosen zunimmt, kann auch der Kontakt zu einem der Mitarbeiter aufgenommen werden. Dieser wird am besten wissen, wie es nun weitergeht. Sicher möchte niemand, dass diese aus der Bibliothek gehen müssen, in manchen Fällen müssen die Mitarbeiter aber so handeln, damit sie ihren Kunden einen zufriedenen Service anbieten können.