Zu welcher Branche gehört die Stadtbibliothek?

Wer bei einer Stadtbibliothek einen Arbeitsplatz antreten möchte, der wird sich die Frage nach der Branchenzugehörigkeit stellen. Nicht nur in Bezug auf das Gehalt ist dieses wichtig zu wissen. Auch ob mit der Anstellung eine „Verbeamtung“ erfolgen wird, ist für viele vor dem Antritt des Arbeitsplatzes durchaus wichtig.

Stadtbibliothek oder ein anderer Träger?

BibliotheksjobEntscheidend ist es erst einmal, ob es sich bei der Arbeitsstelle um eine Stadtbibliothek handelt oder eine Bibliothek eines anderen Trägers. Die Stadtbibliotheken gehören nämlich zu den Gemeinden und somit könnte der Mitarbeiter zum Öffentlichen Dienst gehören. Die meisten anderen Bibliotheken, die es in den einzelnen Orten gibt, sind z.B. Kirchen untergeordnet oder aber in privater Hand.
Erkennbar ist es, dass auch die Gemeinden immer mehr Gelder einsparen wollen oder müssen. Viele stellen daher Mitarbeiter ein, die sie aber nicht immer in den Öffentlichen Dienst oder in ein Beamtenverhältnis einstufen. Es ist daher immer eine etwas zweifelhafte Sache, ob jemand, der ein Beschäftigungsverhältnis bei der Stadt unterzeichnet auch direkt die besonderen Verhältnisse erhält oder eben nicht.

Nur der Arbeitsvertrag wird eine Antwort geben!

Letztendlich wird jeder Mitarbeiter so eingestellt, wie es im Arbeitsvertrag steht. Es heißt, wenn hier ein Medienfachangestellter eingestellt worden ist, dann ist es noch lange nicht ausgeschlossen, dass dieser auch dem Öffentlichen Dienst angehört. Dass eine Stadtbibliothek einen Beamten anstellt, dieses ist heute in der Regel nicht häufig der Fall. Auch die Bezeichnung der „Bibliothekare“ nimmt immer mehr ab.
Der Hinweis auf den Tarifvertrag, der bei dem Beschäftigungsverhältnis zur Anwendung kommt, wird Aufschluss darüber geben, in welche Branche der Mitarbeiter gehört. Hinter der Bezeichnung TVÖD verbirgt sich der Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes. Somit wird jeder Beschäftigte dann in diese Branche zugeordnet.
Schwieriger kann es da bei einem Auszubildenden werden. Seine Ausbildungsvergütung wird zwar nach dem Ausbildungstarif des Öffentlichen Dienstes bezahlt, allerdings findet niemand in dem Vertrag dazu etwas wieder. Die Bezeichnung TVAÖD, Tarifvertrag der Auszubildenden des Öffentlichen Dienstes ist eben nicht vermerkt. Im Vertrag wird nur auf die Ausbildungsvergütung hingewiesen, eben ohne den Zusatz, aus welcher Branche dieser kommt. Daher gilt es bei dem Abschluss eines Ausbildungsvertrags in einem Gespräch noch einmal genau zu klären, zu welcher Branche der Mitarbeiter dann gehören mag.